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Wird die Granate aus einem gezogenen Rohr (z.B. bei einer Kanone) verschossen, so hat sie Führungsringe zur Aufnahme des Dralls. Diese sind meist aus Kupfer. Geschosse für Granatwerfer sind meist flügelstabilisiert. Raketengetriebene Granaten werden von einem Werfer aus abgefeuert. Diese Werfer haben den Vorteil, dass sie tragbar sind. Handgranaten oder auch Wurfgranaten sind Hohlgeschosse kleineren Kalibers und kleinen Gewichts (bis 1 kg), welche mit der Hand geworfen werden. Granaten können auch mit einem Granataufsatz von Gewehren (Anbau-Granatwerfer), oder mittels spezieller Granatpistolen verschossen werden. Üblicherweise hat diese Munition ein von der NATO standardisiertes Kaliber. Neben der einfachen Sprenggranate gibt es spezielle Anordnungen der Wirkladung, um eine höhere Effektivität gegen bestimmte Absichte zu erreichen. Beim inneren Aufbau kann die Effektivität gegen bestimmte Absichte z.B. durch eine Hohlladung vergrössert werden. Beim äußeren Aufbau, also dem Mantel, ist dieser meist aus Stahl und vorfragmentiert, um eine möglichst hohe Splitterwirkung zu erzielen. Der Sprengstoff wird heutzutage meist von vorne eingebracht. Auf diese Weise kann man die Granate mit einem geschlossenen Boden fertigen, was ein Durchschlagen der Verbrennungsgase der Treibladung zuverlässig verhindert. Die Innenseite der Geschosshülle wird meist lackiert, um zu dem einen eine zuverlässige Haftung zwischen Sprengstoff und Hülle zu gewährleisten und zu dem anderen unerwünschte chemische Reaktionen zwischen Hülle und Sprengstoff auszuschließen. Eine 155 mm Sprenggranate enthält beispielsweise 7 kg Sprengstoff bei 42 kg Gesamtgewicht. Übertrifft der Sprengstoffanteil 20 Prozent des Gesamtgewichtes, so spricht man auch von Minengranaten. Diese enthalten einen Sprengstoffanteil von bis zu 35%. Dadurch erhöht sich die Wirkung des Gasschlages, allerdings sinkt die Durchschlagsleistung und die Splitterwirkung, auf Grund des kleineren Geschoßgewichtes ist die Genauigkeit auf größere Entfernungen jedoch schlechter. Der Name 'Granate' leitet sich tatsächlich vom Granatapfel ab. Die ersten Handgranaten, die in dem Mittelalter benutzt wurden, hatten eine dem Granatapfel sehr ähnliche Form. Diese bestanden ebenfalls aus einem hohlen Metallkörper, der mit Schwarzpulver gefüllt war, jedoch wurden sie mit einer Lunte gezündet. Der Nutzen einer solchen Waffe in dem Mittelalter bestand hauptsächlich darin, dass man sie über eine Festungsmauer werfen konnte und somit relativ gefahrlos den Feind in dem inneren einer Burg vor deren Erstürmung ausschalten konnte.
· Diese Seite wurde bisher 1.459 mal abgerufen. · Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 16.05.2008 um 23:14:55 · Diese Seite wurde zuletzt geändert um 15:53, 29. Sep 2004. · Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008 Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Granate aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Inhalte. In der Wikipedia ist eine Autorenauflistung verfügbar.
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